6. Mai 2026

Fachtag „Leicht gemacht“: Was bleibt – und wie geht es weiter?

Am 28. April lud die Bürgerstiftung Neukölln zum Abschlussfachtag des Projekts „Leicht gemacht“ (LG) ein. Rund 70 Fachkräfte, Multiplikator*innen und Engagierte aus den Bereichen Beteiligung, Grundbildung und politischer Bildung kamen zusammen.Nicht nur, um auf drei Jahre Projektarbeit zurückzublicken, sondern vor allem, um eine zentrale Frage zu stellen: Nun, wo „Leicht gemacht“ endet – wie geht es weiter?

Impulse aus dem Projekt teilen, Wissen weitergeben

Der Fachtag bot den passenden Rahmen, um die Erkenntnisse und Erfahrungen aus „Leicht gemacht“ an genau jene weiterzugeben, die im Bereich Beteiligung etwas verändern können. In einer Präsentation der Projektergebnisse wurde deutlich, was in der praktischen Arbeit mit Menschen mit geringen Lese- und Schreibkenntnissen funktioniert – und was es braucht, damit Beteiligung wirklich niedrigschwellig gelingt. Eine wissenschaftliche Einordnung durch Saida Essert (Mamedova) gab den Erfahrungen aus der Praxis zusätzliche Tiefe und Schärfe.

Impulse vertiefen – in Workshops für die Fachpraxis

In drei parallelen Workshops hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, die Impulse des Tages in ihre jeweiligen Fachkontexte zu übersetzen:

  • Beteiligung – Wie können Formate und Prozesse so gestaltet werden, dass sie Menschen mit Grundbildungsbedarf wirklich einschließen?
  • Grundbildung und Alphabetisierung – Welche Rolle spielt Beteiligung in der Grundbildungsarbeit, und was lässt sich aus „Leicht gemacht“ mitnehmen?
  • Politische Bildung – Wie kann politische Bildung zugänglicher werden – und was braucht es dafür strukturell?

Für alle drei Bereiche stehen nun Handreichungen bereit, die die zentralen Erkenntnisse und praktischen Empfehlungen bündeln. Sie sind ab sofort auf der Webseite der Bürgerstiftung Neukölln zu finden: → Hier geht es zu den Handreichungen

Vernetzung als Fundament für das, was kommt

Neben dem inhaltlichen Programm war der Fachtag bewusst auch als Raum für Vernetzung konzipiert. Wichtige Akteur*innen aus Beteiligung, Grundbildung und politischer Bildung kamen an einem Tisch zusammen – ein seltenes und wertvolles Zusammentreffen, das neue Kooperationen und Impulse für die eigene Arbeit angestoßen hat.

Auch wenn „Leicht gemacht“ als Projekt endet – die Fragen, die es aufgeworfen hat, und die Antworten, die es erarbeitet hat, bleiben lebendig. In den Handreichungen, in den Netzwerken, die entstanden sind, und in der Praxis derer, die an diesem Tag dabei waren.

Das Projekt „Leicht gemacht“ wird im Rahmen des Europäischen Sozialfonds Plus aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Berlin gefördert.

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