Reste eines Kleingartenhauses ohne Dach, aber mit Bett und SchränkenFoto: Jonas Beck

15. Juli 2021

Visionen für Neukölln (7/2021): Etwas verrückt, bitte

Wir haben 12 engagierte Menschen zu ihrer Vision für die Zukunft Neuköllns gefragt. Im N+Kalenderblatt Juli entwerfen Salome Grisard und Burkhard Varnholt, die Gründer des KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst, ihre Vision von Neukölln in 15 Jahren für uns:

Etwas verrückt, bitte:

Als Gründer des KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst stehen wir zum Ausspruch von George Bernhard Shaw „Die Welt braucht mehr Verrückte. Denn seht nur, wohin uns all die Normalen gebracht haben“. Auch das KINDL steht zum Teil für diese Verrücktheit. Die im KINDL gezeigte Kunst soll das «Ver-rücken» der eigenen Perspektive, hin zu einer ganzheitlicheren Sicht, ermöglichen. Jenseits des grauen Alltags sollen sich neue Blickwinkel öffnen.

Für uns als Privatpersonen war es zu Beginn verrückt, in einer uns fremden Stadt das gemeinnützig arbeitende Kunstzentrum KINDL auf die Beine zu stellen. Doch gemeinsam mit unserem engagierten Team haben wir es geschafft, dass das KINDL heute ein fester Bestandteil des Berliner Kunstkalenders ist – mit internationaler Ausstrahlung. Lokal ist das KINDL über das Café, den Biergarten und die Kunstvermittlung gut verankert.

Wenn wir uns Neukölln im Jahr 2035 vorstellen, dann sehen wir einen lebenswerten Bezirk, der den Mut hat, eigene Wege zu gehen. Dank seiner Bürgerstiftung, Kultur, Wirtschaft und Politik soll Neukölln 2035 der interessanteste, vielseitigste und, im positiven Sinne, der verrückteste Bezirk Berlins sein.

 

N+Fotokalender 2021, Juli

Foto: N+Kalenderbild Juli /2021 – 3. Platz Fotowettbewerb 2020 „Gebaut in Neukölln“: Jonas Beck „Kleingarten vs. A100 („zurückgebaut“: 2013)“

Hier geht es zur Webseite des KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst

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