Häufig gestellte
Der offizielle Projektbeginn war der 1. Oktober 2008. Im Januar 2009 wurden die ersten Patenschaften vermittelt. Inzwischen haben wir schon über 400 Pat*innen und Patenkinder zusammengebracht!
Das Projekt „Neuköllner Talente“ vermittelt Patenschaften für Kinder im Grundschulalter (circa 6-12 Jahre), die im Bezirk Neukölln wohnen oder zur Schule gehen.
Mit ihren Paten und Patinnen entdecken die Kinder – unsere Neuköllner Talente – Neukölln und ganz Berlin, ihre Begabungen, Talente und Interessen.
Jede Woche unternehmen Pat*in und Patenkind etwas in allen möglichen Bereichen: Ob Technik oder Kultur, Sport oder Spielplatz, Museum, Tempelhofer Feld oder Bücherei: Kinder sind neugierig und unternehmenslustig und sie bestimmen mit, wo es hingeht.
Ehrenamtliche Patinnen und Paten sind kein Ersatz für Förder- oder Nachhilfeunterricht. Vielmehr sind sie eine weitere erwachsene Bezugsperson für die Kinder. Eine Patenschaft ist für beide Seiten bereichernd und bringt eine Menge Spaß.
Jedes Grundschulkind, das in Neukölln wohnt oder hier zur Schule geht, kann mitmachen. Natürlich müssen die Eltern oder Sorgeberechtigten einverstanden sein.
Wir führen Kennenlerngespräche mit den Pat*innen und erfahren so, was ihre Motivation für das Engagement ist, was sie beruflich machen, wo sie wohnen und was ihre Hobbys sind.
So machen wir das auch mit den Patenkindern. Zuerst lernen wir ein Elternteil kennen, der uns über die aktuelle Lebenssituation und das Kind erzählt. Im nächsten Schritt besuchen wir das Patenkind zuhause. Dort kann es uns auch über sich und seine Hobbys, Talente und Interessen erzählen und mit uns überlegen, was für ein Pate oder eine Patin gut zu ihm passen würde.
Sobald wir denken, dass zwei Personen richtig gut zusammenpassen, setzen wir uns mit dem/der Pat*in und mit der Familie in Verbindung und vereinbaren ein Kennenlernen. Beim ersten Termin ist immer eine Projektmitarbeiterin anwesend.
Bei dem Kennenlernen füllen wir eine Patenschaftsvereinbarung aus. In der Vereinbarung wird gemeinsam mit der Patin oder dem Paten beschrieben, was Pat*in und Talent in der Patenschaft gemeinsam unternehmen und erkunden wollen.
Pat*in und Kind treffen sich einmal wöchentlich für etwa 2 bis 3 Stunden. Bei diesen Treffen gehen sie gemeinsam einer meist vorher vereinbarten Freizeitaktivität nach. Sie können dies im familiären Umfeld des Kindes tun oder Ausflüge machen. Das Patenkind und auch die Eltern werden in Planungen und Überlegungen mit einbezogen.
Die Patin oder der Pate holt das Patenkind von zuhause ab und bringt es am Ende des Treffens auch wieder zurück nach Hause.
In der Anfangszeit ist es wichtig, dass die Eltern die Gelegenheit bekommen, die Patin oder den Paten näher kennen zu lernen. Eine Patenschaft wird für 12 Monate geschlossen.
Bevor eine Patenschaft überhaupt vermittelt werden kann, muss die/der potenzielle Pat*in ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis ohne EIntrag vorlegen. Weiterhin gibt es ein ausführliches Gespräch mit der Projektleitung oder einer Projektmitarbeiterin, um die Motivation und Interessen der Patin oder des Paten kennen zu lernen. Darüber hinaus unterschreiben die Ehrenamtlichen einen Ethikkodex und einen Regelkatalog.
Bei Zweifeln bezüglich der Eignung einer Patin oder eines Paten vermitteln wir selbstverständlich nicht. Trotz unseres sorgfältig ausgearbeiteten Kinderschutzkonzepts bitten wir immer auch um die Aufmerksamkeit der Eltern, indem sie einen regelmäßigen Austausch mit ihrem Kind führen, um zu erfahren, wie sich die Patin oder der Pate bei den Treffen verhält und ob sich ihr Kind bei den Treffen sicher und wohl fühlt.
Das Projektteam ist im Laufe des Patenschaftsjahres immer im Austausch mit den Pat*innen und steht auch den Familien bei Fragen, Sorgen oder Wünschen jederzeit zur Verfügung.
Die Treffen werden immer zwischen Pat*innen und Eltern abgestimmt. Grundsätzlich ist es möglich, die Treffen auch am Wochenende stattfinden zu lassen.
In den Kennenlerngesprächen fragen wir sowohl Pat*in als auch die Familie, welche Wochentage und Uhrzeiten gut in den jeweiligen Alltag passen.
Nein. Die Patin oder der Pate hilft dem Kind in erster Linie dabei, seine Talente und Interessen jenseits des schulischen Lernumfeldes zu entdecken und zu fördern.
Ein Pate oder eine Patin kann aber zum Beispiel unterstützen, indem er oder sie versucht, ein Patenkind mit einem Besuch der Bibliothek fürs Lesen zu begeistern.
Wir vermitteln 1:1 Patenschaften, sodass jedes Kind die ungeteilte Aufmerksamkeit einer erwachsenen Person genießen kann. Deswegen ist es nicht vorgesehen, dass Geschwister mit zu den Treffen kommen. Wenn alle Beteiligten damit einverstanden sind, können Geschwister natürlich auch mal mitgenommen werden.
Wie in jeder zwischenmenschlichen Beziehung, kann es auch in einer Patenschaft zu Missverständnissen oder Problemen kommen. In solch einem Fall können sich beide Seiten – Pat*in oder Patenkind – jederzeit an das Projektteam wenden.
Wir schauen gemeinsam, was die Ursache des Problems ist und können es hoffentlich auch lösen, sodass die Patenschaft für alle wieder großartig wird.
Kann das Problem nicht gelöst werden, beenden wir die Patenschaft und beachten dabei ganz genau, dass in erster Linie das Patenkind gut aufgehoben ist.
Manchmal muss eine Patenschaft vorzeitig beendet werden, ohne dass es ein Problem gab. Beispiele sind ein unerwarteter Umzug oder eine plötzliche Veränderung der Lebenssituation.

