Talentpaten stellen sich vor

Juliane Sachschal

 

Juliane Sachschal

 

"Kinder sind die Zukunft unserer Gesellschaft, doch müssen sie in ihrer Entwicklung unterstützt und gefördert werden. Durch Ungerechtigkeiten in unserem Bildungssystem bekommen aber nicht alle Kinder die Chance, ihre Talente und Möglichkeiten zu entdecken und auszuschöpfen. Manche Familien können - aus vielzähligen Gründen - ihre Kinder in diesem Bereich nicht ausreichend unterstützen. Umso wichtiger ist es, dass diese Kinder einen Ansprechpartner/eine Ansprechpartnerin haben, mit der sie gemeinsam sich selber, sowie ihre Stärken und Schwächen, ausprobieren können. Durch das Übernehmen von Patenschaften bekommen Kinder einen Vertrauten/eine Vertraute, der/die Zeit für sie, ihre Ideen und Interessen hat und diese fördern kann. Durch einen solchen Kontakt entsteht ein Austausch, durch den sowohl die Kinder als auch die PatInnen viel lernen können, ihren Horizont erweitern – und dabei Spaß haben. Das möchte ich unterstützen." (9.3.2009)

 

Oliver Supplie

 

"Keineswegs müssen Schulen in Neukölln oder Kreuzberg Einbahnstraßen sein. Mir persönlich haben das Aufwachsen und 13 Schuljahre in Kreuzberg in erster Linie eine große Portion Selbstvertrauen mit auf den Weg gegeben. Aber dafür brauchen Kinder jemanden, der Ihnen zeigt, dass sie selbst durch ihre eigenen Ideen und Fähigkeiten Anerkennung finden und nicht nur durch "cooles" mitschwimmen, dass sie etwas Besonderes sind und dass es so viel zu entdecken gibt; jemanden, der sich Zeit nimmt, nur für sie, der die Kreativität und Neugier individuell zu fördern vermag und Interessen weckt, ohne starres System oder Gruppenzwang. Genau hier setzt das Talentpaten-Projekt an. Denn das Glück und Privileg, aus dem familiären Umfeld jederzeit Unterstützung, Rückhalt und auch Förderung zu bekommen, haben viele Kinder nicht. Für mich ist dabei vor allem die 1:1 Konstellation und das direkte Feedback in der Arbeit mit den Kindern sehr spannend. Ich habe als Zivi in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen recht intensiv einen schwerst mehrfach behinderten Spastiker betreut und diese Erfahrung hat mir gezeigt, dass Sport allein nicht genug Ausgleich für ein zwar ebenfalls sehr spannendes aber dann doch eher Hardskills vermittelndes Physik-Studium ist. Das Talentpaten-Projekt kommt also genau richtig :)" (16.4.2009)

 

 

Tina Bellon

Tina Bellon

 

"Mein Interesse, an diesem Projekt mitzuwirken ist sehr groß, da ich der Meinung bin, dass jedes Kind ein Recht darauf hat, seine Neugier und Interessen stillen zu können. Da dies leider nicht immer durch die Familie gewährleistet werden kann, sehe ich es als eine lohnenswerte und erfüllende Aufgabe an, das Kind in seinen Vorstellungen zu unterstützen. Ich selbst sehe meine Stärken vor allem in Fremdsprachen (Englisch, Französisch, Russisch), Basketball und Kochen. Ich würde sehr gerne ein Kind fördern, dass in einem dieser Bereiche mehr erfahren möchte und würde mein Wissen gerne weitegeben sowie selbst dazulernen. Ich habe schon Erfahrungen in der Arbeit mit Jugendlichen zwischen 11 und 17 Jahren gesammelt, da ich gelegentlich in einem Jugendclub arbeite, dort bei den Hausaufgaben helfe und Sportturniere organisiere."

 

 

Katrin Kühne

 

Die umtriebige Medizinstudentin tanzt in ihrer Freizeit HipHop und Salsa, macht Tai Chi und bezeichnet sich selbst als Bücherwurm. Später möchte sie vielleicht als Kinderärztin arbeiten. Auch darum versucht sie, Erfahrung im Umgang mit Kindern zu sammeln. Besonders wichtig ist ihr aber der Gedanke der Chancengleichheit: „Dank meiner Eltern konnte ich meine Freizeit vielseitig gestalten, ein Instrument lernen und Schreibmaschinenkurse belegen. Viele Eltern können sich das aber nicht leisten“, sagt sie, und ergänzt: „Ich möchte bei dem ansetzen, was die Eltern nicht können.“ Vor kurzem hat Katrin ihr Patenkind kennengelernt – einen 12-jährigen Jungen, den sie als „sehr ernst und sehr schüchtern“ beschreibt. Zusammen mit der Projektleiterin Idil Efe und seiner Familie haben sie sich bei türkischem Tee unterhalten. „Mein Patenkind war erst sehr still, aber beim Abschied hat der Junge gelächelt und gesagt, er freue sich schon auf das nächste Mal“, erzählt Katrin. Sie selbst ist „überglücklich“ mit ihrem Patenkind. Für die kommende Zeit hat sie ehrgeizige Pläne: „Ich möchte ihn in einer Bibliothek anmelden. Und in einem Sportverein.“ Oder einfach spazieren gehen und Pflanzen- und Tierarten kennenlernen. Eines jedenfalls hat sie sich fest vorgenommen: „Mein Patenkind soll die gleichen Startbedingungen haben wie ich – unabhängig davon, wo es herkommt.“ (Aus: Berlin universelles Studentenmagazin" - www.unievent.de) (3.2.2009)

 

 

Monika Frech

 

Monika Frech

 

"Ich engagiere mich als Talentpatin um etwas für andere und für mich zu tun. Das Tolle an dem Projekt ist, dass es einerseits so konkret ist – “vor der eigenen Haustür” beschäftigt man sich intensiv mit einem Kind und seiner Familie. Andererseits ist die Art wie dies geschieht sehr offen und kann ganz individuell gestaltet werden. Ich selbst hatte das Glück, dass mir von meinen Eltern und meinem Umfeld immer sehr viel ermöglicht wurde. Gleichzeitig haben sie mir aber auch vermittelt, dass dies nicht selbstverständlich ist und nicht alle Kinder in so einer privilegierten Position aufwachsen. Und ich habe gelernt, dass man sich mit dieser Situation nicht einfach abfinden muss, sondern aktiv und mit eigenem Engagement dagegen angehen kann. Entsprechend arbeite ich seit über zehn Jahren freiwillig mit Kindern und Jugendlichen. Diese “Arbeit” macht nicht nur den Kindern, sondern auch mir großen Spaß. Mein Engagement möchte ich nun als Talentpatin fortsetzen. Ich bin gespannt darauf, von meinem Patenkind und mit ihm oder ihr zusammen zu lernen und Neues zu entdecken." (2.3.2009) 

 

 

 

Anja Huballah

 

„Die Neugierde der Kinder ist der Wissensdurst nach Erkenntnis, darum sollte man diese in ihnen fördern und ermutigen.“ (John Locke)

 

"Sich gegenseitig kennen lernen, voneinander lernen, neue Dinge entdecken, miteinander Ideen entwickeln, andere Blickwinkel einnehmen, miteinander Spaß haben, Unterstützung auf Augenhöhe - der Kontakt mit dem Mädchen und seiner Familie wird eine große Bereicherung für mich sein." (6.4.2009)

 

 

Susanne Rechenbach

Susanne Rechenbach

 

"Warum ich Talentpatin werden möchte? Seit dem ich Teenager war, habe ich immer gerne meine Zeit mit Kindern verbracht. Zunächst habe ich viel als Babysitter gearbeitet. Nach meinem Abitur bin ich ein Jahr in die USA gegangen, um als Au-pair zu arbeiten. Seitdem ich voll gearbeitet habe, hatte ich weniger Zeit für Babysitten. Ich habe mich aber häufiger mal um die kleinen Kinder von Freunden gekümmert. Ich habe immer viel Spaß, mit Kindern zu spielen und zu lernen. Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen, Erziehungswissenschaften zu studieren. Da ich durch dieses Studium wieder mehr Zeit habe, würde ich auch gerne wieder mehr Zeit mir Kindern verbringen. Meine Mutter ist seit sechs Monaten an einem Patenprojekt in Hamburg beteiligt. Durch sie bin ich auf die Idee gekommen, auch an einem Patenprojekt teil zu nehmen. Ich habe im Laufe meines Erwachsenenlebens insgesamt fünf Jahre in den USA gelebt. Dort habe ich die Erfahrung gemacht, mich in einer fremden Kultur integrieren und einfinden zu müssen. Aus diesem Grund denke ich, dass das Neuköllner Patenprojekt besonders gut zu mir passt. Die Möglichkeit, meine persönlichen Erfahrungen im Ausland und mein erziehungswissenschaftliches Studium und die Freude an Kindern zu kombinieren. Alles dies für einen guten Zweck realisieren zu können, finde ich toll! Ich hoffe, dass das Patenkind, die Familie und ich viel Spaß und Freude haben werden und zusammen viel über uns und unsere Kulturen lernen werden." (26.2.2009)

 

 

 

Esther Lea Neuhann

 

"Ich verstehe die Verwirklichung von Chancengleichheit als ein Ziel der Neuköllner Patenschaften. Einerseits können bildungspolitische Reformen ein höheres Maß an Chancengerechtigkeit fördern, andererseits gibt es aber auch individuelle Möglichkeiten zu diesem Ziel beizutragen. Ich begreife mein Engagement als Patin als eine solche Möglichkeit. Außerdem freue ich mich einfach darauf ein Kind kennenzulernen, das in einem anderen sozialen Umfeld groß geworden ist, sodass die Patenschaft uns beiden neue Eindrücke vermitteln kann." (16.4.2009)

 

 

 

Gabriella Langen

 

"Ich möchte gern als Patin bei den Neuköllnern Talenten mitarbeiten, weil ich gerne einen Beitrag dazu leisten möchte, dass ein Kind einen positiven Blick auf die Welt hat - beziehungsweise bekommt - und als heranwachsender Mensch positiv durchs Leben geht. Gerne möchte ich einem Kind, einem Menschen, etwas weitergeben, etwas mitgeben, sei es allein durch Zeit, die ich mit dem Kind verbringe, aber auch Impulse die das Kind gibt, aufnehmen und mit ihm umsetzen. Gerne möchte ich auch versuchen, neue Impulse zu geben, dem Kind Dinge zeigen, die es vielleicht noch nicht kennen gelernt hat, sei es zum Beispiel mit Ausflügen in die Stadt oder die nähere Umgebung, um die Gegend zu erkunden oder auch einfach nur durch Gespräche. Gerne möchte ich dem Kind zeigen, dass ein Blick auf Dinge von verschiedenen Blickrichtungen aus möglich und auch wichtig ist, damit es für andere Menschen und Kinder sowie Situationen Verständnis bekommt und etwaige Schwierigkeiten im Leben durch eben diesen anderen Blick auf die Dinge besser meistern kann. Ferner freue ich mich darauf, selber mitzubekommen, was ein Kind in der heutigen Zeit beschäftigt, was es denkt und woran es Spaß hat, seine Interessen aber auch seine Sorgen kennen zu lernen. Ich würde gern einfach da sein und ein offenes Ohr haben. Wichtig ist mir auch, ein gutes Verhältnis zu den Eltern zu haben, als Patin akzeptiert zu werden, die den Eltern in der Zeit, wo das Kind mit mir unterwegs ist, die Möglichkeit schafft, sich mit anderen Dingen zu beschäftigen." (20.1.2009)

 

Bettina Nellen

 

Bettina Nellen

 

„Jeder ist seines Glückes Schmied“, lautet ein Sprichwort. Ich glaube, es stimmt nur bedingt. Glück hängt auch von Zufällen und immer mehr von der Umgebung ab, in der wir aufwachsen und leben. Deutschland ist zweifelsfrei ein reiches Land. Aber Reichtum und Lebenschancen sind bei uns ungleich verteilt. Diese Ungleichverteilung nimmt Ausmaße von Ungerechtigkeit an, die für mich immer schwerer zu ertragen ist. Ich hatte das Glück privilegiert aufzuwachsen. Meine Brüder und ich durften studieren. Ich habe eine Arbeit, die mir viel Freude macht und die mich auch persönlich bereichert. Von diesem Glück möchte ich unserer Gesellschaft gern etwas zurückgeben. Gerade Kinder verdienen unser Engagement. Sie sind noch offen und wissbegierig. In ihnen schlummert viel Potenzial. Wir dürfen nicht zulassen, dass diese Potenziale zugeschüttet werden, nur weil Kinder in ungünstige Verhältnisse hineingeboren werden. Ich würde mich freuen, wenn ich einen kleinen Beitrag für eine bessere und gerechtere Gesellschaft leisten kann. (26.11.2008)

 

 

Johanna Schaefer

Johanna Schaefer

"Als Student erfahre ich viel Unterstützung und ich bin sehr dankbar für die Möglichkeiten, die sich mir bieten. Gleichzeitig bin ich mir wohl bewusst, dass die Chancen, die ich und viele andere Studenten haben, nicht jedem gleichermaßen zukommen. Wie Vielen widerstrebt es mir, das stillschweigend hinzunehmen. Für mich ist eine Bildungspatenschaft, wie sie im Rahmen des Projektes „Neuköllner Talente“ stattfindet, eine direkte und konkrete Option, sich einzusetzen, wenn es darum geht die Möglichkeiten, die ein Kind hat, zu erweitern. Im Rahmen der Patenschaft ist es möglich, einem Kind zu helfen persönliche Ziele zu entwickeln, sowie den Mut zur Umsetzung dieser Ziele aufzubringen. Ich denke es ist sehr wichtig, dass Kinder im Laufe ihrer Entwicklung so viel Unterstützung und Aufmerksamkeit wie möglich bekommen, und ein solches Patenschafts-Projekt wird sich in diesem Sinne sehr förderlich auswirken. Gleichzeitig stellt eine derartige Patenschaft auch für den Paten eine Bereicherung dar. Durch den regelmäßigen Kontakt zu dem Patenkind, wird dem Paten eine Welt zuteil, die ihm andernfalls verborgen geblieben wäre, und die sich höchst wahrscheinlich sehr vom eigenen Alltag unterscheidet. In diesem Sinn erschien mir das Konzept des Projektes „Neuköllner Talente“ besonders interessant, da mich die kulturelle Vielfalt Berlins fasziniert und ich gerne mehr über die Menschen, die in dieser Stadt leben, erfahren möchte." (27.1.2009)