"Königsstücke" gewinnen Globus 2008

Neuköllner Globus (Foto: Eickers)

(fw) Die Spannung blieb am Sonnabend (5. Juli 2008) im Saalbau Neukölln bis zu letzt. Am Schluss der Preisverleihung Neuköllner Globus 2008 hatten zwei "Königsstücke" nach dem Urteil der Globus-Jury die Nase mit kleinem Vorsprung vorn: Der "Froschkönig", gespielt von Schülerinnen und Schülern der Georg-Elser-Grundschule, und das Stück "Wenn Du arm bist, wirst Du König", gespielt von einer Gruppe der Peter-Petersen-Grundschule. Sie gehören zu den vielen Neuköllner Schulen, die sich durch besonderes theaterpädagogisches Engagement auszeichnen. Sie alle für ihr Engagement zu ehren, war eines der Ziele des von der Bürgerstiftung Neukölln zum vierten Mal ausgerichteten Wettbewerbs. Denn beim Theaterspielen kommen Talente und Begabungen zum Vorschein, die beim Abfragen von Wissen, im Deutschaufsatz oder beim Mathetest oft unter den Tisch fallen.

 

Das abwechslungsreiche Programm der Globus-Verleihung hatte die Georg-Elser-Grundschule mit dem Stück "Der Froschkönig" eingeleitet, für das die Gruppe viel Applaus erhielt. Ebenfalls auf große Resonanz stieß ein Auszug aus dem Stück "Das große Missverständnis der Tiere", das die Mädchengruppe Schilleria präsentierte. Und schließlich gab die Theatergruppe des Annedore-Leber-Berufsbildungswerks mit einem Ausschnitt aus ihrem neuesten Stück sowie aus dem "Ja- und Neinsager" von Brecht einen Einblick in ihr kreatives Schaffen.

 

Jugendstadträtin Gabriele Vonnekold hob in ihrem Grußwort die Bedeutung des Darstellenden Spiels für die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen hervor, und wünschte ihnen, dass sie lernen "mit durchgedrücktem Kreuz und erhobenen Hauptes" die Herausforderungen in ihrem Leben anzugehen. Auch Schirmherr Lukas Langhoff zeigte sich erfreut über die "würdige“ Globus-Veranstaltung an einem bedeutenden öffentlichen Ort Neuköllns. Er selbst sei in der Schule ein Sitzenbleiber gewesen. Vieles sei trotzdem möglich. Wer also Lust am Schauspielberuf - einem harten Job - empfinde, solle sich durchbeißen. Dann werde sich für manchen schon ein Weg auf die großen Bühnen ergeben, machte Langhoff den Nachwuchstalenten Mut.

 

Impressionen von der Preisverleihung finden Sie hier