Hintergrund, Finanzierung und Entwicklung des Projekts:

2012: Bürgerstiftung Neukölln unterstützt Zukunftsakademie Gropiusstadt

19. Jan 2012 – Die Bürgerstiftung Neukölln unterstützt mit ihrem Mentorenprojekt die neue Zukunftsakademie Gropiusstadt. Das innovative Modellprojekt wurde von drei Schulen (die Walter-Gropius Schule, die Liebig-Schule und die Hermann-von-Helmholtz Schule) und drei großen Berliner Unternehmen (Vivantes, degewo und Deutsche Telekom) gegründet. Unter dem gemeinsamen Dach der Zukunftsakademie arbeiten sie zusammen, um Jugendlichen den erfolgreichen Übergang von der Schule in die berufliche Wirklichkeit zu ermöglichen. Ehrenamtliche Mentorinnen und Mentoren der Bürgerstiftung Neukölln werden in den nächsten drei Jahren Jugendliche an den beteiligten Schulen auf ihrem Weg zum Abschluss begleiten. Dabei kann die Stiftung auf vielfältige Erfahrungen in der Mentorenarbeit seit 2006 zurückgreifen. Insgesamt hat N+ bereits rund 80 Jugendliche in ehrenamtlichen Mentorings begleitet, vor allem an der Kepler-Schule. Der Lions Club Berlin Wannsee unterstützt die Bürgerstiftung Neukölln aktuell bei der Übertragung der Erfahrungen auf weitere Schulen, so auch jetzt im Bereich der Gropiusstadt. Aktuell werden 37 Mentees aus drei Neuköllner Schulen von Mentorinnen und Mentoren der Bürgerstiftung begleitet. Mehr Informationen zum Mentorenprojekt finden Sie hier.

Hintergrund: Zukunftsakademie Gropiusstadt

Durch das Programm der Zukunftsakademie werden Schule, Ausbildung und Unternehmen zu einer „Lerngemeinschaft“ zusammengeführt. Moderiert von der Zukunftsakademie entwickeln und planen Azubis und praxiserfahrene Mitarbeiter der Unternehmen gemeinsam mit den Schulleitungen und Lehrkräften aus dem Kollegium Strukturen und Maßnahmen für eine erhöhte Berufsbefähigung der SchülerInnen, die Eingang in die Schulentwicklung und den curricularen Ausbau des dualen Lernens finden. So kann ein berufliches Integrationsnetzwerk entstehen, das zu einer attraktiven Adresse für kooperierende Unternehmen auf der Suche nach Auszubildenden wird.

Die Laufzeit des Projekts beträgt drei Jahre. Die Finanzierung erfolgt durch das BIWAQ-Programm des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS). Kofinanziert wird es sowohl von den kooperierenden Unternehmen wie auch von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft. Weitere Kooperationspartner sind neben der Bürgerstiftung Neukölln die Schulaufsicht, das Quartiersmanagement Lipschitzallee und der Bezirk Neukölln.

Zielgruppe und Programm der Zukunftsakademie

Zu den Zielgruppen und dem Programm der Zukunftsakademie gehören:

SchülerInnen der Jahrgangsstufen 7-10, die in aufeinander aufbauenden Maßnahmen ihre berufsrelevanten Kompetenzen in Kommunikationstrainings und – speziell auf besonders talentierte und leistungsstarke SchülerInnen ausgerichtete – Talente-Workshops erweitern. Sie werden durch praktische Aufgaben und Tests unter Anleitung von Unternehmensmitarbeitern in Berufsorientierungscamps, an Unternehmenstagen und anspruchsvolle mehrwöchige Praktika herausgefordert. Im 10. Jahrgang werden sie durch qualifizierte Mentoren in ihrer beruflichen Orientierung gezielt unterstützt;

LehrerInnen, die Kenntnisse moderner Unternehmensstrukturen, Berufsbildungswege und Anforderungsprofile erwerben, mit Berufspraktikern vernetzt werden, um Strukturen aufzubauen, die eine nachhaltige wechselseitige Kommunikation zwischen Schulen und Unternehmen gewährleisten;

Schulleitungen, um die Kompetenz der Schulen zu stärken, zielgenau mit Unternehmen zu kooperieren, Kontakte und Ressourcen gemeinsam zu nutzen, professionelle wie ehrenamtliche Unterstützung für die berufliche Integration zu akquirieren und das Curriculum duales Lernen zeitgemäß und praxisnah zu verfeinern;

Mitarbeiter von Unternehmen, um effektive und systematische Strukturen für ihre Kooperationsfähigkeit mit Schulen zu schaffen.

Kooperation weiterer Unternehmen ist erwünscht

Die Kooperation weiterer Unternehmen ist erwünscht. Sie können sich an einzelnen Modulen des Programms beteiligen und/oder mit Unterstützung der Projektleitung und der Teilprojekte der Zukunftsakademie flankierende Angebote entwickeln und einbringen, die spezifische Anforderungen des eigenen Unternehmens berücksichtigen.

Mentoren machen Schule – jetzt mit N+Hilfe auch an der Heinrich-Mann-Schule

09. Apr 2011 (hjw) – Die Heinrich-Mann-Schule startet mit Unterstützung der Bürgerstiftung Neukölln und Mitteln aus dem Europäischen Sozialfondfs (ESF) ein Mentorenprojekt. Es heißt „Isch“ (türkisch: Beruf) und steht unter der Schirmherrschaft der Neuköllner Bildungsstadträtin Dr. Franziska Giffey. Pate gestanden hat das erfolgreiche N+Mentorenprojekt an der Kepler-Schule, bei dem ehrenamtliche Mentoren Schülerinnen und Schüler bei der Vorbereitung auf den Übergang zum Berufsstart unterstützen. Am Dienstag (5. April 2011) fiel in der Heinrich-Mann-Schule der Startschuss für das Projekt "Isch". Für Lehrerin Lenka Kesting (zugleich Vorsitzende des neu gegründeten Vereins Freunde der Heinrich-Mann-Schule) und ihren Kollegen Stemmler war es ein großer Tag. Sie sind die treibenden Lehrkräfte, haben monatelang auf den Start hingearbeitet und sich weit über ihre Lehrtätigkeit hinaus dafür engagiert. Ihnen gilt ein herzlicher Glückwunsch zum Projektstart!

Mit beim Start dabei waren zahlreiche Lehrkräfte, Eltern und SchülerInnen, der zuständige Schulrat Meinhard Jakobs und das N+Mentorenteam mit Ursula Rettinger und Martin Sasse sowie Günter Adam und Hans Joachim Wittnebel von der Bürgerstiftung Neukölln. Ursula Rettinger wird nun den Wissens- und Erfahrungstransfer aus der Mentorenarbeit an der Kepler-Schule bewerkstelligen; Martin Sasse wird das Projekt „Isch“ an der Heinrich-Mann-Schule leiten. Bildungsstadträtin Dr. Franziska Giffey begrüßte ausdrücklich, dass die Heinrich-Mann-Schule sich für das Mentorenprojekt die Bürgerstiftung Neukölln als außerschulischen Partner ausgesucht hat - auch um die Schule in der Öffentlichkeit besser herauszustellen. Hans Joachim Wittnebel, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung Neukölln, betonte, die Bürgerstiftung Neukölln werde sich für die Gewinnung und Betreuung von ehrenamtlichen MentorenInnen für das Projekt engagieren. Außerdem werde sie Räumlichkeiten für Treffen von Mentoren und Mentees zur Verfügung stellen. Die Erfahrung zeige, dass solche Treffen unbedingt außerhalb der Schule stattfinden sollten. Schließlich werde die Bürgerstiftung Neukölln das Wissen und den Erfahrungsschatz aus über fünf Jahren Mentoring an die Heinrich-Mann-Schule übertragen.

Für die Übertragung ihrer Erfahrungen mit der Mentorenarbeit auf weitere Schulen hat die Bürgerstiftung Neukölln einen Fonds „Mentoren für Schüler“ aufgelegt, der je zur Hälfte aus Spenden und aus dem Erlös des Benefizkonzerts des Lions Clubs Berlin Wannsee gespeist wird. Genauer gesagt: Jede Spende, die auf dem Konto 737 086 1085 der Bürgerstiftung Neukölln bei der Berliner Volksbank (BLZ 100 900 00) eingeht, wird vom Lions Club bis zu einer Obergrenze von 12.000 Euro verdoppelt (d.h. 24.000,- für das Projekt „Mentoren für Schüler“). Dieser Aspekt der Übertragung von Wissen und Erfahrung steht nun allen Schulen in Neukölln offen, die den Weg eines Mentorenprojektes gehen wollen


2010: Lions Club Berlin Wannsee spendet Erlös des Benefizkonzerts für das Mentorenprojekt

Im Schuljahr 2009/2010 hat der Lions Club Berlin Wannsee das Mentorenprojekt mit einer großzügigen Spende unterstützt: Er stellte einen beträchtlichen Teil des Erlöses aus dem Benefizkonzert der Deutschen Oper am 19. März 2010 dem Mentorenprojekt an der Kepler-Schule zur Verfügung und sicherte so maßgeblich das Fortbestehen bis zum Ende des Jahres 2010. Lesen Sie hier den Bericht vom Benefizkonzert: http://www.neukoelln-plus.de/meldung/news/mentorenprojekt-erfolgreiches-benefizkonzert-foerdert-neukoellner-jugendliche/

http://www.neukoelln-plus.de/meldung/news/mentorenprojekt-erfolgreiches-benefizkonzert-foerdert-neukoellner-jugendliche/

2010: Eigener Raum im Neuköllner Leuchtturm

Seit September 2010 verfügt das Projekt über einen eigenen Raum im Neuköllner Leuchtturm in der Emser Straße 117. Hier hat nun die Koordinatorin Ursula Rettinger ihr Büro und Mentoren und Mentees können sich hier – fern des Schulalltags – treffen. Möglich gemacht haben dies Familie Bloch-Thieß, die Eigentümer des Neuköllner Leuchtturms in der Emser Straße, die Bürgerstiftung Neukölln, der Förderverein der Kepler-Schule und mehrere Aktive aus der Stiftung. Lesen Sie hier den Bericht von der feierlichen Eröffnung des Raumes: http://www.neukoelln-plus.de/meldung/news/mentorenprojekt-hat-jetzt-eigenen-raum-im-neukoellner-leuchtturm/

2008/2009: Jugend- und Familienstiftung und Hausverwaltung Elsbach unterstützen das Projekt

Im Schuljahr 2008/2009 wurde das Projekt durch die Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin (jfsb/ http://www.jfsb.de/ger/start/) Gefördert. Hinzu kam im Januar 2009 eine weitere finanzielle Unterstützung durch zahlreiche Spender, darunter auch die Hausverwaltung Elsbach (www.elsbachimmo.de), die anlässlich ihres 10jährigen Bestehens 4000 Euro für diesen guten Zweck zur Verfügung stellte (hier der Bericht von der Übergabe der Spende im Neuköllner Leuchtturm). Hinzu kam im Jahr 2009 eine Förderung durch das Programm „Stärken vor Ort“.

2007/2008: N+ übergibt das Projekt an Förderverein – LOS sichert Fortbestand

Zum Schuljahr 2007/08 hat die Bürgerstiftung Neukölln das Projekt in die Trägerschaft des Fördervereins der Kepler-Schule übergeben, der dafür eine Förderung durch das Programm LOS ("Lokales Kapital für soziale Zwecke"/ http://www.los-online.de/content/index_ger.html) erhielt.

2007: Freudenberg Stiftung ermöglicht Fortsetzung und finanziert Evaluierung

Die Freudenberg Stiftung (http://www.freudenbergstiftung.de/) ermöglichte im Jahr 2007 die Fortsetzung der Arbeit sowie eine wissenschaftliche Begleitung.

2007/2008: N+ übergibt das Projekt an Förderverein – LOS sichert Fortbestand

Zum Schuljahr 2007/08 hat die Bürgerstiftung Neukölln das Projekt in die Trägerschaft des Fördervereins der Kepler-Schule übergeben, der dafür eine Förderung durch das Programm LOS ("Lokales Kapital für soziale Zwecke"/ http://www.los-online.de/content/index_ger.html) erhielt.

2006: Bürgerstiftung Neukölln startet Mentorenprojekt

Die Bürgerstiftung hat das Mentorenprojekt 2006 gestartet. Auf Anhieb meldeten sich zahlreiche engagierte Frauen und Männer, um junge Neuköllnerinnen und Neuköllner in der Übergangsphase von der Schule zum Beruf zu begleiten. Mit Hilfe von Mitteln aus dem Programm "Lokales Soziales Kapital" (http://www.gsub.de/e349/e411/index_ger.html) konnte die Bürgerstiftung Neukölln einen Koordinator mit der Begleitung der Mentoren beauftragen. Das Mentorenprojekt an der Kepler-Schule wird durch die Bürgerstiftung Neukölln finanziell und durch das ehrenamtliche Engagement von Mentoren aus der Stiftung und aus dem Umfeld von N+ gefördert. Außerdem erfährt das Projekt Unterstützung durch das Neuköllner Jugendamt sowie durch die Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin.