Neuköllner Bürgerpreis 2006

Friedemann Walther und Dr. Rolf Flechsig Foto: Ulrike Eickers

Am 24.11.2006 wurde im Interkulturellen Zentrum der Genezareth-Gemeinde der "Neuköllner Bürgerpreis" verliehen - an gleich drei Preisträger. Über die Auszeichnung für ihr beispielhaftes Engagement durften sich freuen: der Friseursalon "Coiffeur Nevra", die K. Peter Mahlo & Sohn Baugesellschaft mbh und die Geyer Gruppe Industrieholding GmbH. Die von der Bürgerstiftung Neukölln initiierte Ehrung ging erstmals an Neuköllner Gewerbebetriebe; 33 hatten sich darum beworben oder wurden für sie vorgeschlagen. Das Preisgeld spendete die Berliner Volksbank.

Stefanie Vogelsang, stellvertretende Bezirksbürgermeisterin, dankte der Bürgerstiftung dafür, dass sie mit dem Bürgerpreis diesmal die Leistungen einer für die Zukunft Neuköllns besonders wichtigen Zielgruppe
herausstelle: "So viele Unternehmen in unserem Bezirk kämpfen jeden Tag um Aufträge, oft auch ums Überleben." Umso wichtiger sei, so Vogelsang, dass sie auch gesellschaftliche Würdigung erfahren. Die Festrede hielt Dr. Rolf Flechsig, Mitglied des Vorstandes der Berliner Volksbank, der einen Scheck von 2000 Euro zur Finanzierung des Preisgeldes und zur Unterstützung der Arbeit der Bürgerstiftung Neukölln überreichte. Eine Bank, betonte er, müsse "den Menschen naheliegend sein und es sich zur Aufgabe machen, die Verantwortung eines jeden Einzelnen zu mobilisieren, damit er seine unternehmerischen kreativen Potenziale auch zu entfalten vermag". Dies könne nur in einem "Klima der Anerkennung" geschehen: "Wir müssen "Danke!" sagen für das, was jeder und jede Einzelne einbringt." Deshalb beteilige sich die Berliner Volksbank gerne an diesem Bürgerpreis unternehmerischer Wertschätzung. Jean-Philippe Laville, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung Neukölln, stellte für die Jury die vier Kriterien der Preisvergabe vor: selbstständige unternehmerische Leistungen, soziales Engagement insbesondere für Jugendliche, unternehmerische Stetigkeit in Neukölln, Beiträge zur multiethnischen Integration. Jury-Mitglied Dr. Ahmad Al-Sadi präsentierte die drei Preisträger, die unter den insgesamt 33 Kandidaten ausgewählt worden waren.
Zum festlichen Rahmen des Abends trug vieles bei: die Neuköllner Stimmung der Zuversicht, der würdige Raum des Interkulturellen Zentrums der Genezareth-Gemeinde, das Jazzduo Schwingenschlögl & Fischer sowie das N+Buffet der internationalen Reichhaltigkeit. Zwei Stunden der Gespräche in kleinen Kreisen schlossen sich an. Der Abend gelang: Es war ein Abend der Ehrung und der Vernetzung.