• v.l.n.r.: Moderatorin Katharina von Bremen mit Podiumsgästen Gülhanim Karaduman-Cerkes (Ditib), Ellahe Amir-Haeri (Bridge), Bernd Szczepanski (Stadtrat für Soziales)
  • Lukas Schulte (Koordinatoror N+Werkstatt) und Deniz Eroglu (N+Geschäftsführung)

N+Werkstatt "Geflüchtete in Neukölln" vernetzt Akteure im Bezirk

03. Mai. 2016 –

Dass aus Geflüchteten bald Nachbarn werden: Darum ging es den rund 40 Experten und Aktiven aus Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft bei der N+Werkstatt der Bürgerstiftung Neukölln am Donnerstag (28. April 2016) im Nachbarschaftsheim Neukölln. In vier Arbeitsgruppen tauschten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus. Es ging um Bildung, Wohnen und Arbeit. Über allem stand die Frage: Wie können Geflüchtete in Neukölln noch besser unterstützt werden?

Einigkeit herrschte darüber, dass eine langfristige und verlässliche Begleitung nötig ist, um Geflüchtete beim Ankommen in Neukölln erfolgreich und nachhaltig zu unterstützen. Ehrenamtliche, die diese Arbeit zu einem großen Teil leisten, brauchen oft selbst mehr Unterstützung, um nicht an die Grenzen ihrer Belastbarkeit zu stoßen. Auch wünschten sich alle Gruppen den Abbau von bürokratischen Hürden und verbesserte Informationsflüsse durch eine stärkere Vernetzung der Akteure.


Bernd Szczepanski, Bezirksstadtrat für Soziales, griff die Vorschläge auf und stellte die Arbeit des Bezirks im Bereich der Flüchtlingshilfe vor. Er betonte: „Gutes Ehrenamt braucht auch Hauptamt“. Hilfestellung auf dem Weg ins Arbeitsleben gibt „bridge“ – ein Zusammenschluss verschiedener Projektträger, den Ellahe Amir-Haeri, Mitarbeiterin des Berliner Beauftragten für Integration und Migration, vorstellte. Gülhanim Karaduman-Cerkes von der Sehitlik Moschee am Columbiadamm erzählte von ihrem Engagement für geflüchtete Frauen und ließ erkennen, wie wichtig es für sie zuweilen ist, in einem geschützten Rahmen muslimischen Ansprechpartnerinnen als Vertrauenspersonen zu begegnen.


Fazit aus der Sicht der Bürgerstiftung Neukölln: Es war eine gelungene N+Werkstatt. Alle Beteiligten sahen in dem Treffen und in der dadurch erzielten Vernetzung einen Gewinn. Wir werden auch in Zukunft unseren Beitrag dazu leisten, Begegnung und Austausch im Bezirk zu allen Fragen rund um die Unterstützung der Geflüchteten zu fördern.


Um die Ergebnisse der N+Werkstatt festzuhalten, wird die Bürgerstiftung Neukölln demnächst eine Dokumentation herausgeben.


Zum Schluss sei allen Beteiligten herzlich gedankt, insbesondere:

  • dem Nachbarschaftsheim Neukölln als gastgebender Einrichtung, seinem Leiter Bernhard Heeb und dem ganzen Team,

  • Lukas Schulte vom Bündnis Neukölln, bei dem organisatorisch die Fäden zusammenliefen,

  • und dem Team der Bürgerstiftung Neukölln.

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