Hakeem und Eugen - Zusammen schaffen wir das!

24. Jun. 2016 –

Das Mentorenprojekt der Bürgerstiftung Neukölln hat in den letzten 10 Jahren über 200 Mentorings vermittelt. Viele Mentees erhielten dadurch eine wertvolle Begleitung bei ihrem Weg von der Schule ins Berufsleben. Hakeem und Eugen lernten sich im Januar 2015 im Rahmen des Neuköllner Mentorenprojekts kennen. Beide waren zu diesem Zeitpunkt unzufrieden mit bestimmten Aspekten ihres Lebens.


Eugen zog es vor drei Jahren nach Neukölln. Die "wilde Mischung" gefiel ihm. Doch trotz gutem Job und lebendigem Umfeld verspürte er eine innere Unruhe: "Ich wollte gern etwas mit Jugendlichen im Kiez machen. Ich dachte, ich wäre vielleicht zufriedener mit mir selbst, wenn ich etwas Gemeinnütziges tue. "

Eugen schaute sich um und fand das Mentorenprojekt der Bürgerstiftung Neukölln. Bildung ist für ihn schon lange ein präsentes Thema. Er hat das Gefühl, dass das System an vielen Punkten versagt. Das Konzept des Mentorenprojekts sprach ihn an, ebenso, dass es für die Teilnahme am Projekt kaum bürokratische Hürden gibt.


Hakeem ging zu dieser Zeit in die 9. Klasse der Kepler-Schule. Der MSA war in greifbare Nähe gerückt. Ihm war klar, dass ein Mentor ihm eine gute Unterstützung bei den Prüfungen sein würde, denn die Schule fiel ihm schwer.

Zuerst waren seine Eltern skeptisch. Aber Hakeem erklärte ihnen den Sinn und Zweck eines Mentorings und ist heute froh, dass er sich durchgesetzt hat: "Wir haben Sachen wie Bewerbungen gemacht, von denen ich dachte, dass ich die nie kann." Man merkt, dass er mit Eugen an seiner Seite Selbstvertrauen in seine Fähigkeiten gewonnen hat.


Eugens unterstützte ihn auch intensiv bei seinen Vorbereitungen für die MSA-Prüfungen. Die Arbeit hat sich gelohnt. Die Prüfungskommission in der Schule war begeistert von seiner Präsentation über "Anonymous" und gab ihm eine gute Note. Hakeem scheint selbst noch ein wenig erstaunt, als er davon erzählt.


Was nimmt Eugen aus einem Jahr Mentoring mit? Seine Unruhe habe sich gelegt, sagt er. Durch das Mentoring habe er das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun.

Dass die beiden mittlerweile außerdem gute Freunde geworden sind, merkt man, wenn sie miteinander darüber scherzen, dass sie bei ihren Treffen nicht über dem Quatschen das Lernen vergessen.

Doch erst einmal haben sie noch viel vor. Im Moment sind sie auf der Suche nach einem passenden Praktikumsplatz für Hakeem. Eines ist Hakeem besonders wichtig an seinem späteren Beruf: "Ich möchte jeden Morgen aufstehen und gern zur Arbeit gehen können."

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