Platzeck: "Helga Boehrer ist ein Beispiel für die Kultur der Mitmenschlichkeit“
(ka) In festlichem Rahmen wurde Helga Boehrer am heutigen Vormittag in der Staatskanzlei Brandenburg das "Band für Mut und Verständigung 2008" verliehen. Im Auftrag des "Bündnisses der Vernunft gegen Gewalt und Ausländerfeindlichkeit" würdigte Ministerpräsident Matthias Platzeck Boehrers jahrzehntelange Neuköllner "Integrationsarbeit mit Menschen aus der ganzen Welt", in der sie konsequent gegen Ungerechtigkeit und für Chancengleichheit eintrete: "Helga Boehrer ist ein Beispiel für die Kultur des Hinsehens und der Mitmenschlichkeit, die wir so dringend benötigen. Sie stützt unser Gemeinwesen."
In ihrer Erwiderung hob Boehrer hervor, dass jedes dritte Kind von sechs Jahren Migrationshintergrund habe. Diese Kinder seien "außerordentliche Potentiale" für unsere Gesellschaft: "Sie wollen ankommen, und wir brauchen sie!" Sie forderte "eine Schule mit mehr interkultureller Kompetenz und viel kürzeren Verwaltungswegen" und regte die Einsetzung eines "Integrationsbeauftragten für das Berliner Schulsystem" an. In einem kleinen Film, in dem zuvor über die Preisträgerin berichtet worden war, wurde neben ihrem schulischen Einsatz vor allem auch die N+Arbeit Boehrers zur Gründung der Bürgerstiftung Neukölln herausgestellt.
Neben Matthias Platzeck gratulierten die Bürgermeisterin von Berlin, Ingeborg Junge-Reyer, sowie der Integrationsbeauftragte des Landes Berlin Günther Piening.
Zusammen mit Boehrer wurden zwei weitere Hauptpreisträgerinnen sowie drei Sonderpreisträger für ihr Engagement gegen Gewalt und Ausländerfeindlichkeit geehrt .



