Ostdeutsche Bürgerstiftungen zu Gast bei N+

06. Okt 2008 – 

(ka) VertreterInnen von 11 Bürgerstiftungen bzw. Stiftungsinitiativen aus Ostdeutschland waren am 30. September 2008 angereist, um im "Forum Ost" ihre Erfahrungen auszutauschen. Für die gastgebende Bürgerstiftung Neukölln nahmen Hans Joachim Wittnebel, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands, sowie Dr. Kurt Anschütz teil. Im Mittelpunkt der Tagung im "Neuköllner Leuchtturm" standen diesmal die Themen Vorstandsarbeit sowie Vermögensaufbau. Wie kann die Arbeit von Vorständen möglichst effizient gestaltet werden? Welche Aufgaben lassen sich aus den Vorständen heraus sinnvoll an andere Verantwortliche delegieren, damit möglichst niemand wegen Überlastung vorzeitig ausscheiden muss? Wo gibt es "blinde Flecken" in der Wahrnehmung der Verantwortung?

 

Alle Anwesenden waren sich einig, dass die Stiftungsarbeit von möglichst vielen StifterInnen gemeinsam geschultert werden sollte, wobei klar sein muss, dass die Verantwortung stets beim Vorstand liegt. Und zum Anderen herrschte Übereinstimmung darüber, dass der Vermögensaufbau zentrale und kontinuierliche Vorstandsaufgabe ist. Die Gefahr, über der kräfteaufwändigen Projekt- und Alltagsarbeit die Kapitalvermehrung zu vernachlässigen, besteht vor allem in den ersten Jahren der Stiftungsexistenz, wie der Erfahrungsaustausch zeigte.

 

Als besonders geeignetes Instrument zum Vermögensaufbau wurde die Einrichtung von Stiftungsfonds vorgestellt. Durch sie können GeberInnen eine nach ihren eigenen Vorstellungen gestaltete Zustiftung machen: Stiftungsfonds dürfen sich auf ein ganz bestimmtes Aufgabenfeld konzentrieren, und überdies lassen sie sich mit dem eigenen oder einem anderen Personen-Namen verbinden. Als Mindestsumme werden 25.000 Euro angesehen, wobei allerdings auch ein Ansparplan verabredet werden kann.

 

Das Forum erwies sich auch diesmal als eine gute Möglichkeit, voneinander zu lernen. Zu danken ist der Aktiven Bürgerschaft e.V. und der Amadeu Antonio Stiftung die das Forum Ost ins Leben gerufen haben und organisieren. Und Dank gebührt dem "Neuköllner Leuchtturm", in dessen Räumen die Tagung abgehalten werden konnte.


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