„ecopolicyade Neukölln“ erfolgreich gestartet: Lehrer und Jugendleiter nahmen an Einführung in Simulationsspiel teil

14. Sep 2010 (hh) – 

Die von der Bürgerstiftung Neukölln organisierte „ecopolicyade Neukölln“ ist erfolgreich gestartet. Am 9. September 2010 fand die erste Fortbildung statt, um Lehrer und Jugendleister in den Wettbewerb einzuweisen. Die Berliner Stadtreinigung (BSR) hat dafür Räume zur Verfügung gestellt. Unter der Anleitung des Leiters der ecopolicyade, Hans-Werner Hansen, lernten Teilnehmer von vier Neuköllner Schulen und vier Jugendeinrichtungen den Umgang mit der Computersimulation ecopolicy kennen. Dabei geht es darum, einen fiktiven Staat zu lenken. Alle Teilnehmer waren von den Möglichkeiten, die das Spiel für die Unterrichtsgestaltung bzw. für die Arbeit mit den Jugendlichen in den Jugendeinrichtungen bietet, überzeugt: "Ecopolicy regt die Schülerinnen und Schüler dazu an, die Dinge um sie herum nicht isoliert zu betrachten, sondern Zusammenhänge zu verstehen. Sie erwerben so auf spielerische Weise eine Schlüsselqualifikation, die es ihnen ermöglicht, die Herausforderungen unserer immer stärker vernetzten Welt erfolgreich zu meistern", so Julia Floren, die als Lehrkraft an der Röntgen-Schule eine ecopolicy-AG leiten wird.

Man muss vernetzt denken

 

In der Simulation geht es darum, einen fiktiven Staat zu lenken. Dabei kann man auf verschiedene Politikbereiche wie Bildung, Sanierung und Produktion einen Einfluss ausüben; andere Bereiche wie die Umwelt können nur indirekt beeinflusst werden. Ziel ist es, den Haushalt so zu verteilen, dass es Verbesserungen in allen Bereichen gibt. Dazu muss man die Kausalzusammenhänge verstehen, die zwischen den einzelnen Politikbereichen bestehen – man muss vernetzt denken können. Das Spiel ist ein Werkzeug mit dem Jugendliche sich spielerisch Politik in ihrer Komplexität erschließen. Es bietet aber auch weit darüber hinaus Ansätze, die den Jugendlichen helfen, Lösungen für komplexe Probleme zu finden. Entwickelt wurde das Spiel vom Philosophen und Vordenker des „vernetzen Denkens“, Frederic Vester.

Von Neukölln zum Bundesfinale?

 

Die „ecopolicyade Neukölln- Zukunft gestalten“ ist das neueste Projekt der Bürgerstiftung Neukölln. Bei dem Wettbewerb treten Neuköllner Schulen und Jugendeinrichtungen gegeneinander an. Die Gewinner können Geldpreise gewinnen und bekommen die Möglichkeit, am Landesfinale Berlin und am Bundesfinale der ecopolicyade teilzunehmen. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit malik Management und dem ecopolicyadebüro umgesetzt. Die Deutschen Freimaurer haben sich bereit erklärt, mit einer großzügigen Spende das Projekt zu unterstützen. Weitere Förderer und Unterstützer, die sich für ecopolicy begeistern können, sind willkommen.

 

Die Bürgerstiftung Neukölln dankt Julia Floren (Röntgen-Schule), Sabine Kuch und Wolfgang Ebel (Evangelische Schule), Ellen Greving und Ronny Krüger (Albrecht-Dürer-Gymnasium), Vera Bethge (Jugendamt Neukölln, Region Nord-Ost), Rene Spindler (Jugendclub UFO), Stefanie Pfau (Jugendclub „NW 80“), Hülya Dursum (Mädchenzentrum „Szenenwechsel“) sowie Manucher Taheri (Jugendzentrum Grenzallee) für die Teilnahme an der Fortbildung.

 

Weitere Schulen können bei Interesse gerne aufgenommen werden. Bei Interesse kontaktieren Sie bitte Henning Höhne (Koordinator der „ecopolicyade Neukölln“) unter 030-23137362 oder unter ecopolicyade@neukoelln-plus.de.


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