"Afghanistan im Fokus der Kulturen": N+ unterstützt Ausstellung und Veranstaltungsreihe im Saalbau

10. Mär 2008 – 

Seit 20 Jahren ist das Afghanische Kommunikations- und Kulturzentrum e.V. in Neukölln beheimatet. Zum Jubiläum des Vereins, der die Interessen der Exil-Afghanen vertritt, wurde eine Fotoausstellung über das Land am Hindukusch organisiert. Die Ausstellung ist bis zum 27. April 2008 in der Galerie im Saalbau (Karl-Marx-Straße 141, 12040 Berlin) zu sehen. Die Öffnungszeiten sind: Dienstag bis Sonntag jeweils 10 bis 20 Uhr. Begleitend finden Informationsveranstaltungen statt. Die Bürgerstiftung Neukölln unterstützt die Veranstaltungen mit dem Titel "Afghanistan im Fokus der Kulturen. Über Ethnien, Traditionen, Kulturverlust und neue Hoffnungen". Das Projekt wurde vom Afghanischen Kommunikations- und Kulturzentrum e.V. in Zusammenarbeit mit dem Kulturnetzwerk Neukölln e.V., dem Kulturamt und dem Bildhauer Prof. Andreas Theurer entwickelt.

Die Fotos hat die Frauenrechtsorganisation RAWA (Revolutionäre Vereinigung der Frauen Afghanistans) zur Verfügung gestellt. RAWA ist eine politische und soziale Organisation afghanischer Frauen, die für Frieden, Freiheit, Demokratie und Menschenrechte im vom Fundamentalismus zerstörten Afghanistan kämpfen.
Die Aufnahmen reflektieren das Alltagsleben auf den Straßen Kabuls und in anderen Gegenden und zeigen die Wunden, die der Krieg dem Land zugefügt hat.

Den Völkern Afghanistans und ihren kulturellen Werten und Traditionen widmet sich der zweite Teil der Ausstellung, der vom Afghanischen Kommunikations- und Kulturzentrum e.V. erarbeitet wurde.

Ein Werkschaubericht des Bildhauers Andreas Theurer dokumentiert die Begegnung zwischen Afghanischen Künstlern und Studenten der Fakultät der Schönen Künste an der Universität Kabul und deutschen Bildhauern im Rahmen eines von der Friedrich-Ebert-Stiftung initiierten Workshops und Ausstellungsprojektes im Jahre 2002.
Zusammen mit seinem Kollegen Manfred Sieloff arbeitete Theurer mit den afghanischen Künstlern an der Holzskulptur Shirin Gol. Sie ist eine Hommage an das Leiden aller afghanischen Frauen und vermutlich die erste weibliche Frauengestalt in der öffentlichen afghanischen Kunst.

Begleitveranstaltungen zur Ausstellung:

12. März 2008, 19 Uhr

Die aktuelle politische Situation in Afghanistan und das Engagement Deutschlands

Positionen von Sabour Zamani, Leiter des Afghanischen Kommunikations- und Kulturzentrums e.V., und Detlef Dzembritzki, MdB und Vorsitzender der AG Task Force Afghanistan des Deutschen Bundestages

Moderation: Friedemann Walther, Bürgerstiftung Neukölln

26. März 2008, 19 Uhr

Ihr wart das Tor zur Welt für uns, Ihr müsst wiederkommen!

Erfahrungsbericht über einen Künstler-Workshop in Kabul

Vortrag des Bildhauers Andreas Theurer

11. April 2008, 19 Uhr

Zur Lebenswirklichkeit der afghanischen Frauen seit dem Sturz der Taliban

Vortrag von Mariam Notten, Diplom - Soziologin

25. April 2008, 19 Uhr

Afghanen in Berlin

Gesprächsrunde mit afghanischen Berlinerinnen und Berlinern

Moderation: Dr. Bernd Krebs, Bürgerstiftung Neukölln

Weitere Informationen: Bärbel Ruben, Tel: 6809-3771.

 


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